Montag, 11. Mai 2009
Diskussion über Bring- und Holaktion (11.5.09)
· Wichtiges wollten wir nicht mitnehmen, Unwichtiges wurde zum Teil schon weggeworfen
· Gegenstände, die doppelt vorhanden waren
· Ramsch durfte es nicht sein --> erschwerte die Auswahl
· Grösse des Gegenstandes spielte eine Rolle
· Alle Gegenstände wurden leichten Herzens mitgebracht --> zum Teil sogar froh, dass sie nun weg sind (schlechte Erinnerungen)
Tauschhandel
· Am Anfang etwas gehemmt --> nicht als gierig erscheinen
· Nicht als Schmarotzer angeschaut werden
· Respekt vor den mitgebrachten Gegenständen
· Hat der Gegenstand ungefähr den gleichen „Wert“ wie ein Gegenstand, den ich selber mitgebracht habe?
· Zuschauer/innen wirkten z.T hemmend --> alle schauen zu, was denken die, wenn ich diesen oder jenen Gegenstand nehme?
· Allgemeine Zurückhaltung --> typisch für Schweiz?
· Gegenstände, die noch zurückblieben --> ist uns egal, dass sie noch am Boden lagen à weil wir uns zuhause schon „getrennt“ haben
· Alle haben mehr mitgebracht als genommen --> mehrheitlich Gegenstände von Frauen (Schmuck, Kleider, Esoterisches, Parfüm…), in unserer Bloggruppe sind nur Jungs
Umsetzung in der Schule
· Klare Regeln im Voraus bestimmen: z.B Anzahl, Grösse, Wert etc. eingrenzen, --> bereits bei der Mitnahme
· Bei der Auswahl beim Tausch: Jedes Kind einfach einmal 1 Gegenstand
· Stresssituation für Kind bei Suche nach Gegenstand: Kind möchte nicht ausgelacht werden, das wäre schlimm, da es ein persönlicher Gegenstand ist
· Nicht nur Materielles tauschen --> Idee: Hilfestellungen oder Gutscheine verschenken (z.B Znüni mitbringen, Rucksack nach Hause tragen…)
Freitag, 8. Mai 2009
SOL vom Sonntag, 3. Mai 2009
Freitag, 3. April 2009
2. Rückmeldung
Es ist also gar nicht so einfach, achtsam zu sein. Nach einigem Gegrummel (carlo) sind dann doch einige Beispiele darüber herausgekommen, welche interessanten Gedanken und Erinnerungen achtsames Wahrnehmen hervorrufen kann.
Wie wenig wir z.T. die Natur beachten, sie aber doch immer wieder zur Erholung, als Erlebnis und als Quelle der Ruhe und positiver Erinnerungen brauchen, haben Sie eindrücklich im letzten Blog beschrieben.
Ich habe Ihre Weblog-Protokolle angeschaut und sie in Ordnung befunden, da alle die Vorgaben erfüllt haben.
Es grüsst Sie
C. Stucky
Donnerstag, 19. März 2009
Natur erleben am Platzspitz
Die ersten Wahrnehmungen, die mich erreichten, waren die warmen Sonnenstrahlen. Als nächstes nahm ich den angenehmen Frühlingsduft wahr. Je länger ich dort sass, desto intensiver konnte ich die Natur spüren. Ich hörte die Limmat rauschen und sah die schönen Pflanzen in den Beeten. Die mich umgebende Natur nahm alle meine Sinne, ausser dem Geschmackssinn, in Beschlag.
Dieses bewusste Wahrnehmen der Natur löst bei mir positive Emotionen aus. Man kann eine innere Ruhe finden, die im schnelllebigen Alltag nicht mehr selbstverständlich ist.
Ich fühle mich in der Natur verbunden, wenn ich mich darin befinde. Ich fühle mich aber nicht in jeder Umgebung gleich wohl. Am liebsten halte ich mich in der Nähe von Gewässer oder auf einem erhöhten Standort auf. Wichtig ist mir an beiden Orten, dass es angenehm warm ist.
Ich bin froh, dass ich die Gelegenheit habe, ein Teil dieser grossen Natur zu sein. Ob es Zufall, Schicksal oder Bestimmung ist werden wir wohl nie mit Sicherheit bestimmen können.
Ich denke übrigens nicht dass mein Handeln für eine nachhaltige Zukunft mit diesem Naturbezug in Zusammenhang steht.
Mittwoch, 18. März 2009
"Grüess Gott wohl"
Mein Lieblingsplätzchen in der Natur ist schnell erreicht. Es ist eine rote Bank auf einer Anhöhe mit direkter Sicht auf den Säntis und die Churfirsten. Dort setze ich mich hin und lasse mein Gesicht von der Sonne bestrahlen. Ich spüre dann jeweils förmlich, wie die Strahlen durch meine Haut dringen und dort direkt in Glückshormone umgewandelt werden. Meistens setze ich meinen Spaziergang erst dann fort, wenn Wolken aufziehen oder ich sonst einen dringenden Grund habe, nach Hause zu gehen.
Auf meinem Spaziergang bin ich nur 3 Mal anderen Menschen begegnet. Auffällig war, dass alle etwa ein halbes Jahrhundert älter waren als ich. Warum eigentlich begeben sich nicht mehr junge Menschen in die Natur?
Als ich einem alten Herr mit Stock begegnet bin, sagte er „Grüess Gott wohl“ zu mir, während ich mit meinem zweisilbigen „Grüezi“ recht schäbig daneben aussah. Meine Theorie zu dieser ausgedehnten Begrüssungsformel: In der Natur nehmen sich die Menschen noch Zeit für freundliche Gesten und sind gut gelaunt. Diese Vermutung hat sich mir eine halbe Stunde später bestätigt, als mir in der mehr besiedelten Gegend und neben befahrener Strasse eine Frau begegnet ist, die mein Grüssen nicht erwiderte.
Oft und gerne nehme ich die Chance wahr und lasse in der Natur meine Seele baumeln. Vor allem wenn ich viel Stress habe oder über etwas nachdenken möchte, kann ich an der frischen Luft abschalten und neue Energie tanken. Da die Natur so viele verschiedene Facetten hat, wird es mir auch nie langweilig. Ob ich in den Bergen, im Wald oder an einem See bin, ist deshalb nebensächlich.
Sonntag, 15. März 2009
Ob Fussball oder Wald, Hauptsache grün-weiss!
Im Wald ist es im Moment unglaublich ruhig. Die Vögel sind noch nicht so deutlich zu hören, die Menschen spazieren auch noch nicht so häufig im Wald, es ist einfach nur ruhig.
Im Fussball hingegen herrscht im Moment wieder Hochbetrieb. Die Rückrunde hat begonnen und die Fussballer schiessen wieder Tore, fallen auf den Rasen wie sterbende Schwäne, die Zuschauer schreien... Auch dieses Wochenende ist fussballerisch gesehen, eine Zwischenzeit. Vom letzten Spiel bis zum nächsten vergehen nur zwei ganze Tage. Zeit also, um sich vom ganzen Rummel des letzten Spiels zu erholen und sich fit für das nächste (Cup)-Spiel zu machen.
Was hat das Ganze nun mit dem Blogthema zu tun? Ich finde es interessant, wie unterschiedlich und gleichzeitig faszinierend die beiden Orte (Wald und Fussballstadion) sind. Im Stadion gehen die Emotionen hoch, viele Leute sind anwesend... es ist laut. Im Wald hingegen können die Emotionen auch hoch gehen, jedoch eher innerlich. Es ist so schön, bei Sonnenschein und warmem Sommerwetter durch die Wälder zu streifen und die Düfte der unterschiedlichen Jahreszeiten zu riechen. Die Hauptsache, es ist entweder richtig Winter, richtig Frühling, richtig Sommer oder richtig Herbst.
So kann gesagt werden: Hauptsache, die "Farben" stimmen. Egal, ob im Wald oder auf dem Fussballrasen, Hauptsache "GRÜN-WEISS!"...
Samstag, 14. März 2009
Irgendwann

Zeitgleich mit dem Frühling fühle ich, wie auch ich wieder erwache. Die Kälte verlässt das Land. Die weisse Pracht schmilzt dahin. Die Landschaft ist in grüne Farbe getaucht. Die Sonne erwärmt den Boden und mein Herz. Der Himmel ist strahlend Blau. Unterschiedliche Vogelgesänge können überall vernommen werden. An Jedem Tag kommt ein neuer Gesang hinzu. Birke, Eiche und Haselnuss erwachen aus ihrem Schlaf.
Ich schliesse meine Augen und versuche das Lied der Natur zu geniessen. Eine Zeit lang gelingt es mir auch. Ich höre ihre Klänge. Immer wieder durchbricht ein Töfffahrer in der Ferne das Konzert. Auf der nahen Wiese, düngt ein Landwirt. Diese Nebengeräusche verhindern, dass ich mich auf die Natur einlassen kann. Es kommt wie vor, wie im Kino. Ich möchte einen Film schauen und ständig klingelt ein Natel!
Ich bin kein richtiger Teil der Natur. Ich fühle mich nicht als Teil der Natur. Ich lebe nicht in der Natur. Dafür beschäftige ich mich zu wenig mit ihr. Andere Dinge in meinem Leben scheinen wichtiger zu sein, als sie. Meine Gedanken kreisen um andere Dinge. An sie denke ich kaum. Ich habe ihr nicht geholfen, als sie mich vielleicht brauchte. Ich habe ihr viel zuwenig gedankt, für all die schönen Dinge, die sie mir geschenkt hat. Wir haben uns auseinander gelebt. Ich war es, der Schluss gemacht hat. Manchmal bereue ich es und denke zurück an die schönen Momente, die am Ende jeder Beziehung zurück bleiben.
Als ein kleiner Junge waren wir immer zusammen. Wir hatten eine schöne, unbeschwerte Zeit miteinander. Ich liebte sie und sie liebte mich. Diese Zeit ist vorbei. Zu lange habe ich mich bei ihr nicht mehr gemeldet.
Ich habe sie nicht vergessen. Ein Teil von mir, liebt sie immer noch. Irgendwann werde ich, zur ihr zurück kehren. Ich hoffe, dass sie mir verzeiht! Leider habe ich jetzt keine Zeit für sie. Wir werden uns aber wieder sehen. Irgendwann.
Freitag, 13. März 2009
Ich hab langsam genug vom Blog
Die Frage vom Anfang hat sich wohl erübrigt. Der Frust war stärker, nun also zum geforderten Thema dieses Wochenauftrages: meine Wahrnehmung der Natur. Die Natur bedeutet mir schon seit jeher sehr viel. Es kommt oft vor, dass ich eine Art Ursehnsucht nach der Natur spüre und auf dem direktesten Weg in einen Wald muss. Diese Sehnsucht lässt sich mit der Sehnsucht nach einer geliebten Person vergleichen. Man kann an nichts anderes mehr denken, spürt ein Kribbeln in den Fingerspitzen und will sofort zu ihr. Dieses Verlangen spüre ich oftmals nach der Natur.
Während meiner Pubertät war diese Sehnsucht besonders stark. Beinahe jedes Wochenende bin ich mit dem Velo und später dann mit meinem Pfupf raus in die Natur gefahren. Hab mir Zuhause ein paar Brote gestrichen und etwas für übers Feuer mitgenommen und bin in irgendeinen Wald rund um Gossau. Damals kannte ich sie alle wie meine Hosentasche. Den Rütiwald, den Buechenwald, den Lätschenwald, den Sommersbüelwald und den Wald beim Tannenberg. Ich könnte heute noch blind durch diese Wälder gehen. Wenn ich mir einen Platz ausgesucht hatte, suchte ich Holz, machte mir ein Feuer, ass was und legte mich dann schlafen. Manchmal besuchte mich meine Familie nach ein paar Stunden. Ich denke, sie fanden es etwas komisch, dass ihr 14-jähriger Sohn am Sonntag den ganzen Tag irgendwo in den Wäldern rumliegt, anstatt dem Alter entsprechend Zuhause TV zu schauen, zu gamen oder Terror zu machen. Vielfach baute ich mir auch Hütten. Irgendwo im Wald fand man immer abgesägte Tannenäste und ein paar Gitternetze (von wo die wohl immer herkamen??).
Einmal bekam ich es mächtig mit der Angst zu tun. Ich sträunte einem Kater gleich wieder einmal kreuz und quer durch einen Wald, als ich plötzlich ein paar Meter hinter einem kleinen roten Auto zum Stehen kam. Das Auto war ziemlich gut zwischen den Bäumen verborgen. Ich frug mich, wer hier bloss ein Auto parkiert. Plötzlich merkte ich, dass da ein Mann bewegungslos hinter dem Steuer sass. Er war nicht tot, dafür sass er zu aufrecht. Ich wusste nicht, ob er mich bemerkt hatte, da ich in seinem Rücken, knapp hinter dem Kofferraum, war. Den Puls auf 200, rannte ich davon, nur möglichst schnell zu meinem Velo und dann auf schnellstem Weg nach Hause. Zu unheimlich war mir dieses Auto, versteckt zwischen Bäumen und dann noch dieser Mann, der regungslos am Steuer sass. Ich habe es zwar meinen Eltern erzählt, aber irgendwie war das alles ganz schnell wieder vergessen. Zwei Wochen später las ich in der Zeitung, dass in dem Wald, wo ich das Auto gesehen habe, eine rumänische Diebesbande ausgehoben wurde. Sie wohnte seit längerer Zeit in diesem Wald. Der Mann in diesem Auto war wohl sowas wie eine Wache und passte auf das Auto auf. Was, wenn ich 10 Meter mehr links gelaufen wäre und mein Weg vor anstatt hinter dem Auto durchgeführt hätte? Was, wenn mich der Fahrer hätte flüchten sehen und mich verfolgt hätte? Was, wenn ich jetzt schon längst 1500 Zeichen geschrieben hätte? In allen Fällen wohl: schnell weg hier!
Donnerstag, 12. März 2009
Aufmerksame Hunde
Trotz alledem habe ich unsere beiden Schäferhunde in dieser Woche besonders aufmerksam beobachtet. Wann immer jemand aus unserer Familie zuhause ist, befinden sie sich in einem grosszügigen Auslauf um das Haus.
Während sie im Umgang mit fremden Menschen sehr umgänglich sind, sind sie auf Hunde aus der Nachbarschaft nicht gut zu bellen. Kaum nähert sich ein Hund mit Herrchen geht das Gebell los. Aber nicht bei allen gleich intensiv. Gegen einige Hunde scheinen sie nichts zu haben und bellen sozusagen einfach pro forma, um zu zeigen, dass sie da sind. Bei anderen Hunden bellen sie laut und intensiv. Wie genau sie die Sympathie verteilen ist mir ein Rätsel.
Die Rollenverteilung zwischen unseren beiden Hunden ist klar geregelt. Picco, der ältere Hund, döst gerne vor sich hin, während Rocco, der jüngere, bei der Terrasse Ausschau nach feindlichen Hunden hält. Nähert sich ein fremder Hund sucht Rocco sofort den Augenkontakt mit Picco. Dieser kommt dann auch nach vorne, prüft kurz die Situation und entscheidet sich dann für bellen oder ignorieren. Rocco passt sich in etwa 90 Prozent der Fälle dem Verhalten von Picco an.
Mittwoch, 11. März 2009
Change!

Eine junge Frau regt sich fürchterlich auf. Ihre Gläser wollen einfach nicht sauber werden. In wenigen Minuten werden ihre Nachbarn zum Essen kommen. Sie ist verzweifelt! Was soll sie tun? Sie kann ihren Gästen solche Gläser nicht zumuten! Ihre Welt wird mit den schmutzigen Gläsern zusammenbrechen.
Plötzlich, wie aus dem nichts gibt es Hoffnung! Ein neues Geschirrspülmittel erscheint. Die Gläser glänzen durch das Mittel wie Edelsteine. Die Katastrophe konnte abgewendet werden. Die junge Frau ist überglücklich. „Es klappte dann auch mit den Nachbarn.“
Nach zwanzig Kilometer Fussmarsch, um Wasser zu holen, freut sich ein Kind in Afrika darüber, endlich wieder zu Hause zu sein.
Barack Obama möchte die Truppen in Afghanistan aufstocken. Amerikas Waffenproduzenten freut es. Ihre Kurse steigen! Als eine der wenigen Industriezweige stellen sie mehr Leute ein. Viele Arbeiter wechseln von GM zur Schusswaffenindustrie. Tausende Jobs konnten verlagert werden. Den American Dream gibt es noch!
Eine alte Frau wartet, bis sie über den Zebrastreifen gehen kann. Sie kann die Autos mit ihren schlechten Augen kaum sehen. Viele Autos ziehen an ihr vorbei. Ein schneebedecktes Auto hält.
Wir hatten einen sehr langen Winter. Er ist noch immer nicht zu Ende. Viele Meteorologen konnten sich nicht an einen so strengen Winter erinnern. Die Auswirkungen der Menschen darauf werden nicht erwähnt.
Ein Referent redet über die Schulentwicklung in seinem Kanton. „Weg von der Selektion“ heisst es. Chancengleichheit für alle. Die Schule hat sich geändert.
Zehn Bewerbungen von einer Person kursieren im ganzen Kanton. Jede einzelne Bewerbung kommt auf einen eigenen Stapel. Die Schulgemeinden selektionieren die Bewerber/in nach verschiedenen Kriterien. Die Besten haben die besten Chancen. „Weg von der Selektion“ und Chancengleichheit werden auf später verschoben!
Eine Katze liegt tot auf der Autobahn. Die Autos fahren an ihr vorbei. Niemand beachtet sie. Sie hatte keine Chance.
Der Tag neigt sich zu Ende. Irgendwo beginnt der „Change“. Wo, weiss niemand.
achtsam vs. sparsam
So wie das Wetter im Moment verrückt spielt, so unterschiedlich sind auch die Menschen im Zug. Verschnupfte Menschen niessen um die Wette während im Nebenabteil kräftig zwischen Jugendlichen geflirtet wird. Ein Mann schikaniert am Handy seine Frau während ein junger Papa mit seinem Sohn im Spielwagen der SBB spielt. Es gibt doch tatsächlich Leute, die sich über den Kinderlärm in diesem Wagen aufregen. Ein bischen mehr Achtsamkeit wäre diesen Leuten zu wünschen.
Zu guter Letzt ging ich gestern einkaufen. Überall hängen Aktionsplakate mit reduzierten Preisen. 3 für 2, halber Preis, heute 10x Cumulus-Punkte... Ich bin weder auf die Produkte mit 10-fach Cumulus Punkte angewiesen, noch brauche ich heute ein Produkt, welches zum halben Preis verkauft wird. Ganz bewusst gehe ich durch den Laden und kaufe nur das, was ich wirklich brauche. Dieses Mal lasse ich mich nicht von diesen herabgesetzten Produkten verführen. Vielfach brauche ich doch genau solche Produkte sowieso nicht.
Dienstag, 10. März 2009
Zugluft
Diese Woche habe ich mir einmal vorgenommen, während den 1,5 Stunden mit dem ÖV nach Rorschach ganz besonders achtsam zu sein. Gleich beim Einsteigen in den Bus nehme ich schon Vieles wahr. Trotz des bis auf den letzten Platz besetzten Busses herrscht eine überraschende Stille. Es wird wenig gesprochen, was wohl daran liegt, dass nicht jeder Mensch die Morgenstund mit Gold im Mund beginnt. Von einigen Plätzen schallt Musik aus den Kopfhörern, ansonsten ist noch der meditative Klang des an die Fenster prasselnden Regens zu vernehmen. Im Zug wird die Geräuschpalette ergänzt: 20min-Zeitungsblättern unterstrichen von „Nächster Halt Gossau.“
(Kurz) vor der Ankunft in St. Gallen bildet sich die übliche Menschenschlange. Keine Ahnung, warum sie alle lieber die letzten Meter stehend Zug fahren.
Und hier beginnt dann das stressige Leben. Hunderte von Menschen strömen über den Perron. Alle haben ein Ziel und wissen genau, wohin sie wollen. Hinter jeder Frau, jedem Mann steckt eine interessante Lebensgeschichte, die aber in der der Masse untergeht und momentan auch gar niemanden interessiert. Alle wollen nur so schnell wie möglich von A nach B gelangen oder sich im Bus einen Sitzplatz ergattern.
Auf dem Nachhauseweg dann ein weiteres Phänomen, das mir schon öfters aufgefallen ist. Man sagt ja, der Mensch sei ein Herdentier. Er braucht die anderen Menschen. Komisch nur, dass sich jeder im Zug zuerst ein freies Abteil sucht. In den Stosszeiten werden diese Plätze sowieso noch besetzt. Man könnte doch auch einfach die Sitze von vorne her auffüllen. Schliesslich haben vier Leute pro Abteil Platz. Wer setzt sich im Bus schon direkt neben eine andere Person, wenn der Rest leer ist? Zugegeben, auch ich gehöre nicht dazu.
Mein Fazit zum achtsam Sein: Ich kann mich zwar immer wieder daran erinnern, achtsam zu sein. Letztendlich denke ich aber, dass mir einfach diejenigen Dinge auffallen, die mir sonst auch ins Auge springen. Es gibt Schriftzüge, die ich jedes Mal lese, wenn ich mit dem Zug vorbeifahre, obwohl ich schon längst weiss, was darauf steht.
Samstag, 7. März 2009
Rückmeldung zu den ersten drei Runden
In der ersten Runde haben Sie sich mit Ihrem ökologischen Fussabdruck beschäftigt. Fairerweise veröffentliche ich auch meine Daten: 1,9 Planeten, CO2-Anteil: 7,3 t. Drei von Ihnen waren sehr erstaunt über Ihre hohen resp. niedrigen Werte.
Es schärft sicher das Bewusstsein, wenn man mal sieht (wie genau oder ungenau die Berechnungsarten auch sein mögen), wie wenig nachhaltig unsere Lebensweisen halt immer noch ist. Aber im Kleinen kann man sein Verhalten schon ändern, wie Sie mit ihren Verbesserungsvorschlägen gezeigt haben.
Fehlendes Wissen liegt unserem nicht immer sehr nachhaltigen Verhalten nicht zugrunde. In der zweiten Blog-Runde haben Sie gesehen, dass täglich in den Medien über Entwicklungen im Bereich der Nachhaltigkeit berichtet wird. Ihre Kommentare zu diesen Meldungen bewegten sich auf einem mittleren Niveau.
In der dritten Runde haben Sie sich Gedanken gemacht über Vernetzungen, welche entstehen, bis ein Produkt zu Ihnen gelangt resp. von Ihnen weggeht. Die Schokolodae, Bananen, Billigkleider, die SBB oder die Abwässer sind geeignete Beispiele gewesen, um zu zeigen, wie vernetzt heute in einer globalisierten Weg alles mit allem ist. Vielfach profitieren wir davon, während andere darunter leiden (Süsse in unserem Leben nimmt Süsse von Millionen anderen Menschen weg)!
Ich bin gespannt auf Ihre nächsten Posts.
C. Stucky
Den Frühling wahrgenommen
Gab es sonst noch was? Es kann doch nicht sein, dass die Schule (v.a. DIESE Schule) dermassen die eigenen Gedanken beherrscht. Ah doch, jetzt kommt mir was in den Sinn: Ich habe wahrgenommen, dass der Frühling in den Startlöchern steht. Doch, eigentlich habe ich die Frühlingsvorboten sogar sehr stark wahrgenommen.
Da wären zum einen mal die Vögel, die einen morgens mit ihrem schönen Gezwitscher beim Aufstehen begleiten. Mich freut das immer enorm, wenn ich plötzlich merke, dass "alle Vögel sind scho-ho-n da, alle Vögel, a-a-lle". Dann kann es draussen noch so viel Schnee haben. Wenn man die Vögel hört, weiss man, dass der Frühling nicht mehr fern ist, sondern, dass er eigentlich schon begonnen hat.
Ich habe noch andere Zeichen des Frühlings wahrgenommen, z.B. die Knospen, die bereits an vielen Pflanzen zu sehen sind. Und dann noch etwas, was für Aug und Gemüt eine wahre Wohltat ist. Nämlich gibt es in Rorschach einen Garten, in welchem bereits eine ganze Wiese voller Blumen spriesst. Diese Wiese liegt auf dem Weg an den Hauptbahnhof. Der Garten gehört zu einem dieser wundervollen grossen Häuser, welche an der langen Gerade zwischen Hauptbahnhof und Stella Maris liegen. Wer also das nächste Mal diese Strecke entlang läuft, ein Blick auf diese Wiese lohnt sich.
Freitag, 6. März 2009
Aus den Augen – aus dem Sinn
Doch während wir uns bereits wieder um wichtigere Dinge kümmern, haben unsere Fäkalien noch einen weiten Weg vor sich. Kilometerweit treiben sie durch unser Kanalisationssystem. Unterwegs treffen sie auf einige Gegenstände, die eigentlich nicht hierher gehören:
- Binden, Kondome und Windeln verstopfen die Rohrleitungen
- Zigaretten und Rasierklingen behindern die Abwasserreinigung
- Medikamente und Kosmetikreste vergiften das Wasser
- Speisereste locken Ratten an
Das Kanalisationssystem muss in regelmässigen Abständen gewartet werden, nicht unbedingt ein beneidenswerter Job.
Endlich in der Kläranlage angekommen werden als erstes die Groben Verunreinigungen mit dem Rechen zurückgehalten. Dieser muss immer wieder gereinigt werden, damit es nicht zu Verstopfungen kommt. Im Sandfang (Absatzbecken) setzen sich die schweren Teilchen am Boden ab und können mit einem Räumer entfernt werden. Eine Kläranlage besteht zusätzlich zu Rechen und Sandfang noch aus einem Klärbecken, in dem Bakterien weitere Schmutzstoffe aus dem Abwasser entfernen. Aber auch sie fressen nicht alles, Stoffe wie Öle, Gifte, Tabak oder Bestandteile von Waschmitteln gehen ungeklärt in Flüsse und Seen. Moderne Anlagen haben hinter das Klärbecken noch eine chemische Reinigungsstufe geschaltet.
Die Toilettenspülung - ein Luxus auf den ich nicht verzichten möchte.
Mittwoch, 4. März 2009
SBB = Sehr Benutzerfreundlich Bewegen
Zum Einen sind das natürlich in erster Linie die Lokomotivführer, die uns befördern. Wir möchten am Morgen auch gerne in saubere und funktionierende Fahrzeuge einsteigen. Putzequipen und technische Mitarbeiter sorgen dafür, dass in der Regel alles funktioniert. Damit ein Lokomotivführer überhaupt weiss, wo er am Morgen seinen Dienst beginnen soll, müssen Arbeitspläne erstellt werden. Ruhezeiten für die Spätschicht und Ferien müssen auch einberechnet werden. Und wenn dann mal nicht alles so läuft wie geplant, wie heute...
Als ich heute Morgen in St. Gallen für den Weg nach Rorschach umsteigen musste, hatte der Anschlusszug 25 Minuten Verspätung. Angestellte der Bahn gaben auf dem Perron höflich Auskunft und mussten sich von verärgerten Bahnkunden einiges anhören lassen. Handys der Angestellten durften von Kunden benützt werden, um Freunde und Bekannte über die Verspätung zu informieren.
Züge mussten auf andere Geleise umgeleitet werden, Kondukteure warteten auf ihren Zug usw. Ich stelle mir vor, dass im Hintergrund sehr viele Menschen zur Bereinigung dieser Situation gearbeitet haben. Evtl. wurden Arbeitspläne geändert, zusätzliche Mitarbeiter aufgeboten usw. Nur aufgrund einer Verspätung eines einzigen Zuges. Schlussendlich kam ich dann trotzdem noch nach Rorschach, mit einem anderen Zug, freundlichem Personal... einfach 40 Minuten zu spät. Aber was solls, ein wenig Ablenkung vom Alltag hat ganz gut getan.
Eisenbahnfahren scheint übrigens sehr nachhaltig zu sein:)! So, jetzt beende ich meine Schleichwerbung für die SBB:).
Sonntag, 1. März 2009
Made in China
Nun ja, ich habe ein Oberteil, das mir gefällt und vom Preis her in mein Studentenbudget passt. Aber wie ist es möglich, dass Kleidungsstücke so günstig abgegeben werden können? Das Etikett am Kleidungsstück spricht Bände: MADE IN CHINA. Die meisten Grosskonzerne lassen ihre Kleider in anderen Länder herstellen. Die Arbeitskräfte werden schlecht bezahlt und schuften unter schlechten Bedingungen. Die Dunkelziffer für Kinderarbeit ist hoch. Ich möchte auf ein anderes schockierendes Beispiel näher eingehen. Vor der Herstellung der Kleidungsstücke muss die Baumwolle mit einem bestimmten Pflanzenschutzmittel gegen Ungeziefer behandelt werden. Das Schlimmste daran ist, dass dieses Mittel bei uns in Europa als Gift verboten wurde. Da die Arbeitskräfte keinerlei Schutzkleidung tragen, hat das Hantieren mit diesem Gift negative Auswirkungen auf deren Gesundheit.
Und all diese Ungerechtigkeit nur, damit ich mir mein Tshirt möglichst günstig kaufen kann? Auf Kosten der Gesundheit anderer, wird mein Portemonnaie geschont. Das Traurige an der Sache ist, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Lohn angewiesen sind und den Job nicht einfach kündigen können.
Wir können dem entgegen wirken, indem wir das Einkaufen in solchen Grosskonzernen boykottieren. Das kann ja ein schwieriges Unterfangen werden, wenn man im ganzen multikulturellen Herstellungsdschungel ein Produkt finden möchte, auf dem steht: MADE IN SWITZERLAND.
Alles Banane!
Die Bananen werden mit einem Lastwagen zur Ostküste gefahren. Es ist ein alter Lastwagen. Der Lastwagen kündigt sich mit schwarzem, flockigem Dieselrauch an. Der CO2 Ausstoss liegt weit über der europäischen Norm. Aber hier unten in Südamerika stört sich niemand daran.
An der Ostküste werden die Bananen auf ein Containerschiff geladen. Das riesige Schiff ist gerade dabei sein Ballastwasser aus China abzulassen. Millionen von einzelligen Parasiten werden dadurch unabsichtlich auf die amerikanische Ostküste losgelassen. Die Schlinge um die heimische Unterwasserfauna wird wieder ein bisschen fester zugezogen.
In Deutschland in Bremerhaven werden die Bananen auf den Zug verladen. Sehr umweltbewusst werden dadurch die Bananen in die Schweiz geliefert. Nun gelangen sie in die Regale von Grossverteilern.
Gerade verlädt Frau Schmid ihre Einkaufstüte in ihr Auto. In der Tüte befinden sich die Bananen, welche einen so langen Weg zurück gelegt haben. Ihre Kinder werden sich auf die süssen Früchte freuen. Ist Frau Schmid oder ihren Kinder bewusst, wieviel Energie der Transport gekostet hat? Kennt die Familie die ökologischen Auswirkungen ihrer Bananen?
http://www.sbbcargo.com/210806_bananen_d.pdf
Freitag, 27. Februar 2009
Schokolade macht glücklich - und zurecht ein schlechtes Gewissen
Man merkt schnell: Die Schokolade ein sehr paradoxes Produkt. Wir geniessen sie zu einem günstigen Preis in unseren sicheren vier Wänden, während wir Andere hart dafür arbeiten lassen. Diesbezüglich gibt es einen Satz, den man treffender wohl nicht formulieren könnte: "Indem wir Süsse in unser Leben bringen, nehmen wir die Süsse von Millionen von Menschen aus deren Leben". Am Beispiel Schokolade kann dies sehr gut verdeutlicht werden. Damit wir von der süssen Schokolade laben können, müssen andernorts ganze Völker und Länder ein Leben führen, dass alles andere als süss ist.
Doch gibt es dafür zum Glück eine Lösung, für die ich an dieser Stelle auch gerade etwas Werbung machen möchte: Fairtrade-Schokolade. Diese Schokolade ist leicht zu erkennen, denn sie ist mit dem Fairtrade-Logo gekennzeichnet. Das Fairtrade-Logo garantiert, dass die Produktionsbedingungen vertretbar und die Löhne nicht ausbeuterisch tief waren. Leider ist immer noch nur etwa 1% (!) der Welthandelsware fairtrade-zertifiziert. Mit dem Kauf von Fairtrade-Schokolade und anderen Fairtrade-Produkten kann man mithelfen, dass die Süsse in unserem Leben nicht auf Kosten der Süsse im Leben Anderer geht.
Mittwoch, 25. Februar 2009
Ausschnitte aus der Tagesschau
Beschreibung
US – Aussenministerin Clinton war zu Besuch in China, wo sie den chinesischen Präsidenten Hu Jintao getroffen hat. Hauptgesprächsthemen waren der Klimawandel und die Wirtschaftskriese. Beim Besuch eines Wärmekraftwerkes, gebaut mit amerikanischer Technologie, bekräftigte Clinton auch beim Klimaschutz enger mit China kooperieren zu wollen.
Von Menschenrechtsorganisationen wurde kritisiert, dass das Thema Menschenrechte nur am Rande angeschnitten wurde.
Meine Meinung
Ich finde es gut, dass für beide Länder der Klimaschutz ein Thema ist. Wie ernst es den beiden Ländern aber wirklich ist, ist schwer zu sagen. Das Wärmekraftwerk ist ein guter Schritt, aber gleichzeitig werden in China jährlich auch duzende Kohlekraftwerke gebaut. Und in den USA sollte man vor allem in der Bevölkerung ein Bewusstsein für unser Klimaproblem schaffen.
Tagesschau vom 20.02.2009
Beschreibung
Kinderförderung ungenügend
In der Förderung von Kleinkindern, d.h. Kindern im Alter zwischen 0 und 6 Jahren, steht die Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern nicht sehr gut da. Dies hat die Universität Fribourg in einer Studie festgestellt.
Folgende Mängel wurden erkannt:
- Es fehlt ein zusammenhängendes Bildungskonzept
- Es gibt Lücken bei der Förderung benachteiligter Kinder
- Bei den Betreuungsangeboten ist die Qualitätssicherung ungenügend
Meine Meinung
Die Förderung des Kindes im Vorschulalter sollte nicht von institutionalisierten Unternehmen übernommen werden, sondern von der eigenen Familie.
Die Studie interessiert mich kaum und ich hoffe sie war nicht zu teuer.
Biotreibstoff kann kontraproduktiv sein
Eigentlich ist es ja eine gute und sinnvolle Idee, Antriebsstoffe aus erneuerbarer Energie zu gewinnen. Die ganze Sache hat jedoch nicht nur Vorteile. Damit genug Rohstoffe zur Verfügung stehen, müssen grosse Anbauflächen gewonnen werden. Für die Schaffung neuer Anbauflächen wird meist tropischer Regenwald abgebrannt und dabei klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt. Die Klimabilanz solcher Brennstoffe ist erst in 40-100 Jahren ausgeglichen. "Die Abholzung von Wäldern ist meiner Ansicht nach bereits bis zu zwei Drittel durch die starke Nachfrage nach Biotreibstoffen bedingt", sagte eine Forscherin vom Woods Institute for the Environment in Stanford.
Auch Brennstoffe, die aus anderen Rohstoffen wie Mais hergestellt werden, sind auf den zweiten Blick gesehen nicht sehr nachhaltig. Durch die grosse Nachfrage steigt der Preis für diesen Rohstoff und die Entwicklungsländer haben dadurch einmal mehr wieder das Nachsehen. Ärmere Länder können sich dieses Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten.
Labor für ökologische Motoren eröffnet (Tagesschau vom 23.2.2009)
Die Eidgenössische Materialprüfungsanstalt (EMPA) hat ein eigenes Labor zur Entwicklung von neuen Automoteren eröffnet. Damit spielt die Schweiz eine grosse Rolle in der Entwicklung von kleineren und sparsameren Motoren. Motoren mit bis zu 40% weniger CO2-Ausstoss und Wasserstoffmotoren werden entwickelt, mit dem Ziel, sie in einigen Jahren serienmässig in die Autos einzubauen.
Ich denke, die Autoindustrie sollte nun endlich festgestellt haben, dass "klimafreundlichere" Motoren auch ein gutes Geschäft sein können. Meiner Ansicht nach werden Autokonzerne, welche in diese Forschung investieren, in Zukunft bessere Geschäfte machen.
Dienstag, 24. Februar 2009
Nachhaltige Entwicklung in Zeitungen
Im St.Galler Tagblatt, im Magazin fand ich einen interessanten Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit.
Der Artikel beschreibt ein Minergiehaus. Sehr treffend finde ich die einleitenden Worte:
„Professor Martin Grosjean, Klimaforscher an der Universität Bern und führender Klimaexperte, stellt unverblümt fest, dass die Schweiz, abgesehen von ein paar löblichen Ausnahmen, die Entwicklung der Technologie für erneuerbare Energie verschlafen habe.“ (St. Galler Tagblatt 23.02.2009)
Das Haus ist in der Lage sich völlig autark selbst zu versorgen. Es entsteht sogar ein Überschuss an Energie. Bei diesem Haus wird sogar das warme Abwasser genutzt. Das Regenwasser wird für die Toilettenanlagen, Waschmaschinen und Gartenbewässerung benützt.
Alle diese Energiesteigerungen führten zu 15 Prozent höheren Baukosten. Ich denke diese Mehrkosten werden schnell wieder durch die Stromselbstversorgung wettgemacht. Ich denke dieses Haus ist ein ausgezeichnetes Beispiel, wie die Häuser der Zukunft aussehen könnten.
Clinton Paints China Policy With a Green Hue (New York Times 21.02.2009)
General Electric baut in China ein Gaskraftwerk das so effizient ist wie zwei gleich grosse Kohlekraftwerke. Zur Zeit befindet sich Hillary Clinton auf Chinareise. Sie spricht mit der chinesischen Regierung darüber, wie die beiden Weltmächte in Zukunft wirtschaftlich zusammen arbeiten wollen. Clinton möchte nicht, dass China die gleichen Fehler wie die USA macht. Sie plädiert stark für eine ökologische nachhaltige Wirtschaft.
Ich denke, wenn die USA China noch vermehrt hilft umweltschonende Kraftwerke zu bauen ist schon Vieles erreicht. Kein ein anderes Land besitzt soviel Kohlekraftwerke wie China. Ich denke mit Obama könnte auch in China ein „Change“ möglich sein.
Nachhaltigkeit in Medien
Im Bericht von Paul Knüsel geht es um Strom als Heizquelle. Viel zu viele Haushalte heizen mit Strom, obschon fast alles andere besser wäre. Es könnten mehrere tausend Franken pro Jahr eingespart werden, wenn man sich für eine umweltfreundlichere Alternative, wie Wärmepumpen oder Solarzellen, entscheidet. Steigende Stromtarife und vermehrtes Interesse an Umweltschutz bewirken nun aber, dass die Elektorheizung langsam aber sicher zum Auslaufmodell wird.
Seit dem 1. Januar gelten in einigen Kantonen der Schweiz strengere Bauvorschriften was Energie- und Dämmstandards betrifft. Auch in St. Gallen wird das Parlament diesen Frühling darüber entscheiden, das Engergiegesetz zu revidieren. Es wird sogar darüber diskutiert, Elektroheizungen zu verbieten, was in manchen Haushalten sicherlich für Zündstoff sorgen würde. Das Ersetzen der Elektroheizung ist eine kostspielige Sache.
Energieberater weisen darauf hin, dass es nur Sinn macht, die Heizanlage zu ersetzen, wenn die Gebäudehülle ebenfalls saniert würde.
Meine Meinung: Ich finde es toll, dass man der Umwelt und längerfrisitg gesehen auch dem eigenen Portemonnaie etwas Gutes tun kann. Bestimmt ist es aber so, dass sich ziemlich viele Hauseigentümer zuerst überrumpelt fühlen, wenn sie ihre ganze Heizanlage ersetzen sollen. Der Kostenaufwand für den Ersatz ist zwar gross, pendelt sich dann aber wieder ein, wenn die jährlichen Heizkosten dank einem anderen System und einer besseren Isolation um ein Vielfaches minimiert werden können.
NZZ, 11. Februar 2009: Gelb soll auch grün sein
Auch die Post hat sich nun eine umweltfreundliche Einstellung zu Herzen genommen. Versenden wir etwas mit der Post, so verursacht dies einen CO2- Ausstoss. Neu können wir zusätzlich zum Porto einen kleinen Aufschlag bezahlen, um diesen CO2- Ausstoss zu kompensieren. Bei einem Inlandbrief, -paket beträgt dieser Aufschlag 1 Rappen.
Das eingenommene Geld möchte die Post in Klimaschutzprojekte, Solaranlagen und Windparks investieren. Es wird angenommen, dass rund ein Drittel der Privatkunden und die Hälfte der Geschäftskunden diesen Aufpreis der Umwelt zuliebe bezahlen werden. Somit kommen jährlich 5 bis 6 Millionen Franken zusammen, welche die Post für nachhaltige Projekte umsetzen wird.
Meine Meinung: Ich habe mir bisher gar nie überlegt, dass es einen CO2- Ausstoss verursacht, wenn ich einen Brief verschicke. Ich dachte immer, dass die herkömmlichen Kommunikationsmittel sicherlich sehr umweltfreundlich sind.
Was sich die Post hier überlegt hat, ist super. Jede Person kann sich diesen kleinen Aufpreis leisten und wie zu erkennen ist, kommt aufs Jahr hinaus gesehen eine beträchtliche Summe zusammen. Trotzdem finde ich es gut, dass diese Kompensation auf freiwilliger Basis stattfindet und nicht einfach das Porto erhöht wird. Jeder und jede kann so selber entscheiden, ob er/sie ein/eine nachhaltige/r Bürger/in ist.
Samstag, 21. Februar 2009
Keine "Freude herrscht" mit Adolf Ogi
In diesem Bericht geht es um den Umweltökonomen Edward Barbier. Diesen Namen kann man sich auf drei Arten merken: Indem man an eine Barbie + ein "r" denkt, indem man an den mittlerweile leider ausge-storbenen Berufsstamm der Barbiere denkt oder indem man sich sagt "Holed mer no Barbier" (= paar Bier). Seine Botschaft: "Ökologie und Wirtschaft haben nur gemeinsam eine Perspektive - oder beide haben bald keine mehr". Für ihn besteht der Grund der darbenden Wirtschaft darin, dass man bis jetzt zu wenig auf die Ökologie geachtet hat. Als konkretes Beispiel führt er z.B. die Abwanderung der armen Landbevölkerung in Städte an. Wäre diese Situation "ökologischer" (Leute bleiben auf dem Land, pflanzen ihre eigene Nahrung an, pflegen die Landschaft) so sähe es auch wirtschaftlich besser aus (Städte sind nicht überbevölkert, keine Nahrungsmittel müssen von weit her importiert werden, weniger Arbeitslose).
Mein Kommentar: Dem Umweltökonomen Edward Barbier ist auf jeden Fall ein Kränzchen zu winden, wie er sich für die nachhaltige Entwicklung einsetzt. Seine Idee leuchtet irgendwie ein: Funktioniert die Ökologie nicht mehr, so funktioniert irgendwann die Wirtschaft auch nicht mehr. Vielleicht ist gerade diese einfache Losung der Grund, weshalb sie von so vielen Wirtschaftsführern nicht verstanden wird.
St.Galler Tagblatt, 19. Februar 2009: "Jugendliche als Energiesparer"
Hier geht es um das erste "Swiss-Talent-Forum" von "Schweizer Jugend forscht". Schweizer Jugend forscht kennen einige vielleicht noch aus der Kantonsschule, wenn der Physik- oder der Chemielehrer alljährlich vor die Klasse stand und einen dafür motiveren wollte, doch beim diesjährigen Schweizer Jugend forscht-Wettbewerb mitzutun. Doch zurück zum Swiss-Talent-Forum. Dieser Anlass fand in Thun statt und es nahmen 126 junge Talente aus ganze Europa daran teil. Dabei entwickelten die Teilnehmer* Ideen, wie man die Welt besser machen könnte. Dabei kamen sie auch in den Genuss von Altbundesrat Adolf Ogi ("Freude herrscht" oder "Ogis Leute siegen heute"). Er erklärte in einem Vortrag, dass die Wirtschaftskrise Vorrang vor der Umweltkrise habe und erntete damit natürlich lautes Murren von den jungendlichen Weltverbessern.
Mein Kommentar: So ein internationales Treffen ist auf jeden Fall eine gute Sache. Junge Leute sehen, dass auch andere in ihrem Alter sich Gedanken über die Probleme der heutigen Zeit machen. Das motiviert einen natürlich, sich selbst für eine bessere Zukunft einzusetzen. Im Grossen und Ganzen kann man dieses Treffen wahrscheinlich mit unserem Montagmorgen an der PHR vergleichen. Nur dass die mit Bestimmtheit keinen Blog schreiben mussten.
*Der Einfachheit halber wird nur die männliche Form verwendet. Die weibliche Form ist selbstverständlich immer mitgemeint.
Mittwoch, 18. Februar 2009
Im regionalen Durchschnitt
Wenn man die Werte der verschiedenen Länder miteinander vergleich, sieht man auch, dass der Weltdurchschnitt bei 1.25 liegt. Dieser Wert ist erschreckend, denn es würde bedeuten, dass die Ressourcen der Erde unsere Bedürfnisse nicht nachhaltig decken können.
Ausserdem ist der Ressourcenverbrauch tendenziell eher am Steigen. Während die westlichen Länder ihren Verbrauch in den nächsten Ländern eventuell gering senken können, ist dasselbe von Ländern wie zum Beispiel China, die sich in einer starken Entwicklung befinden, (verständlicherweise) kaum zu erwarten. Es ist dabei zu beachten, dass der Durchschnittswert in China noch bei 0.9 liegt.
Auch in der zweiten Umfrage liege ich im regionalen Durchschnitt, d.h. nahe an den Werten in Österreich und Deutschland. Meine höchsten Werte liegen im Bereich „Wohnen“. Gemäss Massnahmen-Vorschlag kann ich in diesem Bereich auch die grössten Einsparungen machen. Da ich im Sommer in eine relativ kleine Wohnung ziehen werde, wird sich mein Wert bestimmt verringern.
Die Befragungen an sich haben mich von der Qualität her nicht umgehauen. Es kam vor, dass keine der Antwortmöglichkeiten auf mich zutraf. Die Kilometerangaben in der CO2 Befragung konnte ich nur sehr grob rekonstruieren, ausserdem frage ich mich, wie wohl das Resultat einer Person aus einem Entwicklungsland ausfüllen würde. Wer hat dort schon Energiesparlampen ;-)
Klimaneutral fliegen?!
Warum also sieht denn meine Bilanz nicht viel schlechter aus? Ok, wir haben kein Auto, fahren allenfalls mal mit Mobility umher. Ich kaufe wenn möglich immer Bioprodukte aus der Region. Das kostet zwar ziemlich mehr, mir ist es aber der Wert. Erstens weiss ich, woher die Produkte komme und ich muss keine Pestizide und andere Gifte essen. Sind diese beiden Produkte allein der Grund für meine positive Bilanz?! Es scheint so. Bis jetzt habe ich immer gedacht, dass die Fliegerei alles andere in den Schatten stellt.
Ich frage mich nun trotzdem, was ich weiter für die Umwelt tun kann. Auf www.myclimate.ch lassen sich CO2-Ausstösse kompensieren. Auto- und Flugreisen können somit ohne schlechtes Gewissen angetreten werden.... Klimaneutral fliegen?! Durch die Bezahlung eines Zuschlags lässt sich der ausgestossene CO2 Betrag dieser Reise in einem klimaneutralen Projekt irgendwo auf der Welt einsparen. Klingt doch toll... fliegen für die Umwelt ohne schlechtes Gewissen. Die Welt ist manchmal schon etwas paradox.
Auf jeden Fall werde ich beim nächsten Mal fliegen mal diesen Zuschlag bezahlen, damit die Chinesen vielleicht etwas weniger Kohle verbrennen (die Hoffnung stirbt zuletzt). Und es wird ja bald Frühling, da kann ich die Lampen in der Wohnung wieder etwas früher löschen...
10 Turnhallen gefüllt mit schwarzen Abgasen?
Zu den Befragungen: Die von Footprint war noch friedlich, da musste man nicht soviel überlegen. Die andere war recht nervtötend und zeitaufwendig, deshalb gefiel sie mir auch weniger gut. Ich finde, dass man solche Umfragen wie jene auf Footprint gestalten sollte. Sonst löscht es einem nämlich ziemlich schnell ab und man macht die Umfrage gar nicht zu Ende.
Mein Verbesserungspotential liegt darin, dass.... hmm, grad mal kurz überlegen... ich fahre kein Auto, bin fast Vegetarier, fliege nicht, reise nicht gross... ah doch: Beim Einkaufen mehr auf diese Labels achten. Fairtrade und Bio und so. Das könnte ich mir ja vornehmen. Und weniger lang duschen, obwohl... bleiben wir realistisch.
Für eine sauberere Zukunft...
Trotzdem mache ich mir natürlich Gedanken zu dieser Zahl im Tonnenbereich. Irgendwie ist das alles kaum vorstellbar. Wo sollen all diese Tonnen der 7 Milliarden Menschen in Zukunft hingehen? Was wird das noch alles für Auswirkungen auf die Erde haben? Auf was für einer Welt werden die Kinder der Kinder unserer Kinder irgendwann einmal leben müssen?
Die beiden Tests waren meiner Meinung nach recht ähnlich. Es kamen in etwa dieselben Fragen vor und meine Ergebnisse sind vergleichbar ausgefallen.
Beide Umfragen verdeutlichen die heutige Einstellung der Menschheit. Jeder Mensch ist ein Egoist und schaut zuerst einmal für sich selber. Er lebt in Saus und Braus und lässt es sich gut gehen. Es kümmert einen kaum, was später einmal sein wird. Schliesslich heisst es ja auch immer, man solle im Hier und Jetzt leben.
Als ich die Fragen beantwortet habe, ist mir aufgefallen, dass all die guten Tipps eigentlich nichts Neues für mich waren. Aber warum musste ich dann doch sie viele Fragen mit "nein" beantworten? Es zeigt mir, dass ich irgendwie doch zu faul bin, alle Tipps umzusetzen. Mein CO2-Verbrauch könnte ich senken, indem ich anstelle des Autos noch mehr Gebrauch von meinem GA mache, worauf ich keinesfalls verzichten möchte. Die Energiesparlampen sind eher umstritten. Ich habe scho mehrmals gehört, dass sie negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Deshalb stehe ich diesem Verbesserungsvorschlag eher skeptisch gegenüber....
Montag, 16. Februar 2009
Kyoto Nein-Danke
Gemäss dem CO2 – Rechner bin ich beinahe ein Amerikaner. Ich produziere 17,6 Tonnen CO2 pro Jahr. Der amerikanische Durchschnitt liegt bei 24,3 Tonnen CO2. Dieses Ergebnis hat mich schon ein bisschen geschockt.
Ähnlich ausgefallen ist meine Bilanz auf der Seite footprint.ch. Laut dieser Berechnung wären 4.1 Planeten nötig, damit jeder Mensch auf der Welt meinen Lebensstil aufrecht erhalten könnte. Mit 4.1 Planeten befinde ich mich noch hinter dem Lebensstil der Amerikaner, welche fast 6 Planeten benötigen.
Die Umfragen haben zum Teil recht ähnliche Fragen. Die Auswertung der Antworten ist aber unterschiedlich. Footprint.ch finde ich persönlich anschaulicher als den CO2-Rechner. Der Rechner liefert aber bessere Daten.
Jetzt muss sich aber schleunigst etwas ändern! So kann es doch nicht weitergehen! Mein Lebensstil und der der Amerikaner muss sich ändern. Ich habe sofort die Initiative ergriffen und bin zu Mr. Clune gegangen und habe ihn auf seine CO2 – Bilanz und auf die Bilanz seiner Landsleute hingewiesen. Er versicherte mir, er werde schauen was er machen könne! Vorerst bin ich beruhigt.
Auch meine CO2-Bilanz muss sich ändern. Es gibt eine Reihe von Massnahmen, die ich ergreifen kann und werde:
Energiesparlampen
Heizungen nur in den Räumen anstellen, die auch benützt werden
Duschzeit verkürzen
Stand-By – Geräte ganz ausschalten
Saisonales Gemüse und Früchte konsumieren
Die Fragebögen haben mir wieder einmal gezeigt, wie man mit kleinen Massnahmen einen Schritt in die CO2- Reduktion gehen kann.
Zudem kann man auch beim Surfen etwas für die Umwelt tun:
http://www.stromspar-suchmaschine.de