Nun sitze ich schon geschlagene 10 Minuten vor dem Laptop und finde einfach keinen Anfang. Wo soll ich anfangen? Soll ich zuerst schreiben, dass ich dieses Thema saublöd finde? Oder soll ich zuerst etwas zum Thema schreiben und erst dann meinen Frust ablassen? Nicht dass mich die Natur nicht interessiert, aber langsam hängen mir diese Schreibaufträge zum Hals raus. Wir haben jetzt dann langsam genug reflektiert, wann kapiert ihr das endlich! Und wir haben im Moment auch genug besseres zu tun, als uns jede Woche 1500 Zeichen zu irgendeinem "Finde-dich-selbst-Thema" aus den Fingern zu saugen!
Die Frage vom Anfang hat sich wohl erübrigt. Der Frust war stärker, nun also zum geforderten Thema dieses Wochenauftrages: meine Wahrnehmung der Natur. Die Natur bedeutet mir schon seit jeher sehr viel. Es kommt oft vor, dass ich eine Art Ursehnsucht nach der Natur spüre und auf dem direktesten Weg in einen Wald muss. Diese Sehnsucht lässt sich mit der Sehnsucht nach einer geliebten Person vergleichen. Man kann an nichts anderes mehr denken, spürt ein Kribbeln in den Fingerspitzen und will sofort zu ihr. Dieses Verlangen spüre ich oftmals nach der Natur.
Während meiner Pubertät war diese Sehnsucht besonders stark. Beinahe jedes Wochenende bin ich mit dem Velo und später dann mit meinem Pfupf raus in die Natur gefahren. Hab mir Zuhause ein paar Brote gestrichen und etwas für übers Feuer mitgenommen und bin in irgendeinen Wald rund um Gossau. Damals kannte ich sie alle wie meine Hosentasche. Den Rütiwald, den Buechenwald, den Lätschenwald, den Sommersbüelwald und den Wald beim Tannenberg. Ich könnte heute noch blind durch diese Wälder gehen. Wenn ich mir einen Platz ausgesucht hatte, suchte ich Holz, machte mir ein Feuer, ass was und legte mich dann schlafen. Manchmal besuchte mich meine Familie nach ein paar Stunden. Ich denke, sie fanden es etwas komisch, dass ihr 14-jähriger Sohn am Sonntag den ganzen Tag irgendwo in den Wäldern rumliegt, anstatt dem Alter entsprechend Zuhause TV zu schauen, zu gamen oder Terror zu machen. Vielfach baute ich mir auch Hütten. Irgendwo im Wald fand man immer abgesägte Tannenäste und ein paar Gitternetze (von wo die wohl immer herkamen??).
Einmal bekam ich es mächtig mit der Angst zu tun. Ich sträunte einem Kater gleich wieder einmal kreuz und quer durch einen Wald, als ich plötzlich ein paar Meter hinter einem kleinen roten Auto zum Stehen kam. Das Auto war ziemlich gut zwischen den Bäumen verborgen. Ich frug mich, wer hier bloss ein Auto parkiert. Plötzlich merkte ich, dass da ein Mann bewegungslos hinter dem Steuer sass. Er war nicht tot, dafür sass er zu aufrecht. Ich wusste nicht, ob er mich bemerkt hatte, da ich in seinem Rücken, knapp hinter dem Kofferraum, war. Den Puls auf 200, rannte ich davon, nur möglichst schnell zu meinem Velo und dann auf schnellstem Weg nach Hause. Zu unheimlich war mir dieses Auto, versteckt zwischen Bäumen und dann noch dieser Mann, der regungslos am Steuer sass. Ich habe es zwar meinen Eltern erzählt, aber irgendwie war das alles ganz schnell wieder vergessen. Zwei Wochen später las ich in der Zeitung, dass in dem Wald, wo ich das Auto gesehen habe, eine rumänische Diebesbande ausgehoben wurde. Sie wohnte seit längerer Zeit in diesem Wald. Der Mann in diesem Auto war wohl sowas wie eine Wache und passte auf das Auto auf. Was, wenn ich 10 Meter mehr links gelaufen wäre und mein Weg vor anstatt hinter dem Auto durchgeführt hätte? Was, wenn mich der Fahrer hätte flüchten sehen und mich verfolgt hätte? Was, wenn ich jetzt schon längst 1500 Zeichen geschrieben hätte? In allen Fällen wohl: schnell weg hier!
Die Frage vom Anfang hat sich wohl erübrigt. Der Frust war stärker, nun also zum geforderten Thema dieses Wochenauftrages: meine Wahrnehmung der Natur. Die Natur bedeutet mir schon seit jeher sehr viel. Es kommt oft vor, dass ich eine Art Ursehnsucht nach der Natur spüre und auf dem direktesten Weg in einen Wald muss. Diese Sehnsucht lässt sich mit der Sehnsucht nach einer geliebten Person vergleichen. Man kann an nichts anderes mehr denken, spürt ein Kribbeln in den Fingerspitzen und will sofort zu ihr. Dieses Verlangen spüre ich oftmals nach der Natur.
Während meiner Pubertät war diese Sehnsucht besonders stark. Beinahe jedes Wochenende bin ich mit dem Velo und später dann mit meinem Pfupf raus in die Natur gefahren. Hab mir Zuhause ein paar Brote gestrichen und etwas für übers Feuer mitgenommen und bin in irgendeinen Wald rund um Gossau. Damals kannte ich sie alle wie meine Hosentasche. Den Rütiwald, den Buechenwald, den Lätschenwald, den Sommersbüelwald und den Wald beim Tannenberg. Ich könnte heute noch blind durch diese Wälder gehen. Wenn ich mir einen Platz ausgesucht hatte, suchte ich Holz, machte mir ein Feuer, ass was und legte mich dann schlafen. Manchmal besuchte mich meine Familie nach ein paar Stunden. Ich denke, sie fanden es etwas komisch, dass ihr 14-jähriger Sohn am Sonntag den ganzen Tag irgendwo in den Wäldern rumliegt, anstatt dem Alter entsprechend Zuhause TV zu schauen, zu gamen oder Terror zu machen. Vielfach baute ich mir auch Hütten. Irgendwo im Wald fand man immer abgesägte Tannenäste und ein paar Gitternetze (von wo die wohl immer herkamen??).
Einmal bekam ich es mächtig mit der Angst zu tun. Ich sträunte einem Kater gleich wieder einmal kreuz und quer durch einen Wald, als ich plötzlich ein paar Meter hinter einem kleinen roten Auto zum Stehen kam. Das Auto war ziemlich gut zwischen den Bäumen verborgen. Ich frug mich, wer hier bloss ein Auto parkiert. Plötzlich merkte ich, dass da ein Mann bewegungslos hinter dem Steuer sass. Er war nicht tot, dafür sass er zu aufrecht. Ich wusste nicht, ob er mich bemerkt hatte, da ich in seinem Rücken, knapp hinter dem Kofferraum, war. Den Puls auf 200, rannte ich davon, nur möglichst schnell zu meinem Velo und dann auf schnellstem Weg nach Hause. Zu unheimlich war mir dieses Auto, versteckt zwischen Bäumen und dann noch dieser Mann, der regungslos am Steuer sass. Ich habe es zwar meinen Eltern erzählt, aber irgendwie war das alles ganz schnell wieder vergessen. Zwei Wochen später las ich in der Zeitung, dass in dem Wald, wo ich das Auto gesehen habe, eine rumänische Diebesbande ausgehoben wurde. Sie wohnte seit längerer Zeit in diesem Wald. Der Mann in diesem Auto war wohl sowas wie eine Wache und passte auf das Auto auf. Was, wenn ich 10 Meter mehr links gelaufen wäre und mein Weg vor anstatt hinter dem Auto durchgeführt hätte? Was, wenn mich der Fahrer hätte flüchten sehen und mich verfolgt hätte? Was, wenn ich jetzt schon längst 1500 Zeichen geschrieben hätte? In allen Fällen wohl: schnell weg hier!
